| Chronik
von Dolle
Im Mittelalter befand sich etwa eine Meile südöstlich
von Letzlingen in einer Niederung eine markgräfliche
Burg - die Dolle, 1258 – oppidum – Stadt genannt.
Sie wurde von Markgrafen bewohnt und in späterer Zeit
den Rittern zu deren Schutz überlassen.
Dolle liegt zwischen den Steinbergen im Süden und dem
Dollberg im Norden, tatsächlich im Tal.
Vom Dollberg nördlich liegt der Krökenstein, ein
großer Stein im Felde. Es gibt noch einen Hühnerberg
und einen Galgenberg.
Zwischen Dolle und Salchau (der Ort wurde 1936 beräumt,
da er sich mitten auf dem Schießplatzgelände befand)
auf der Grenze zwischen Wolmirstedt und Haldensleben liegt
ein Wasserloch, genannt Solteis.
Im 30-jährigen Krieg sollen die zu Dolle gehörigen
200 Morgen, wüst gelegen haben. Nach dem Krieg habe das
Amt Burgstall ein Vorwerk zu Dolle erbaut und dabei an 30
Hufen Land kultiviert.
König Friedrich hatte im Jahre 1700 einen Versuch gemacht,
die „ seit vielen hundert Jahren wüste Stadt Dohla“
in der Altmark wiederherzustellen und dann Friedrichstadt
zu nennen. Kolonisten meldeten sich im September des Jahres
1699 , im Jahre 1700 waren es dann schon 20 Familien und eine
Schäferei, die zum Amt Burgstall gehörte.
Im Jahre 1820 war es „Kolonie und Vorwerk zum Amte Burgstall“
mit 320 Einwohnern. Ein königlicher Förster hatte
das Gebäude des Vorwerks zur Benutzung erhalten.
Im Laufe der Geschichte wechselte die
Siedlung mehrfach ihren Namen so zum Beispiel von Dollen,
Dollis, Dohla usw. bis 1714 der Name Dolle erwähnt wird.
Er kommt von dem wendischen Wort „Dolina“ und
heißt Tal.
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| Gemeindehaus Dolle |
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| Wappen von Dolle |
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| 1699 |
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Kolonistendorf mit 20 Familien,
1 Schäferei |
| 1706 |
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45 Hauswirte |
| 1715 |
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6 Hauswirte |
| 1756 |
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450 Einwohner (ev.)
63 Wohnhäuser, 31 Häusler, 44 Einlieger |
| 1800 |
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177 Einwohner |
| 1804 |
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177 Einwohner
22 Feuerstellen |
| 1818 |
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320 Einwohner |
| 1820 |
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320 Einwohner
51 Häuser, 44 Einlieger, 63 Wohnhäuser |
| 1864 |
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526 Einwohner |
| 1890 |
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621 Einwohner |
| 1892 |
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585 Einwohner |
| 1950 |
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542 Einwohner |
| 2005 |
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580 Einwohner |
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